Langzeit Blutdruck Messung

Die Langzeit Blutdruck Messung (Mindestdauer: 24 Stunden) gehört zur Basisdiagnostik bei jedem neu diagnostizierten Bluthochdruck.

Dabei wird eine Blutdruckmanschette am Oberarm angepasst und mit einem Aufzeichnungsgerät verbunden, das Sie (z.B. am Hosenbund befestigt) bei sich tragen. Es wird tagsüber automatisch alle 15 min. und nachts alle 30 min. der Blutdruck gemessen.

Durch die Vielzahl an Messungen lässt sich feststellen, wie sich Ihr Blutdruck im Tagesverlauf verhält, damit kann die Gabe der Medikation individueller angepasst werden.

Normalerweise sollten die nächtlich gemessenen Blutdruckwerte ca. 10-20% unter den am Tag gemessenen Werten liegen. Ist dies nicht der Fall, kann das auf bestimmte Erkrankungen hinweisen, die den hohen Blutdruck erst verursachen und behandelt werden müssen.

Dazu zählen das obstruktive und nicht-obstruktive Schlafapnoe Syndrom, Verengungen der Nierengefäße (sog. Nierenarterienstenose) und einige weitere, seltenere Erkrankungen.

Da Sie während der Langzeit Blutdruck Messung ganz gewohnt Ihrem Alltag nachgehen, tritt sehr viel seltener der sog. Weißkittel-Effekt auf und die Blutdruck Werte sind verlässlicher. Unter dem Weißkittel-Effekt versteht man zu hoch gemessene Blutdruck Werte aufgrund der ungewohnten Umgebung / Aufregung in der Arztpraxis.

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